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Risiken und Kosten der terroristischen Bedrohungen des schienengebundenen ÖPV

Der schienengebundene öffentliche Personenverkehr (ÖPV) als offenes System mit vielen Zugängen und wenigen Zugangskontrollen, der täglich von zahlreichen Menschen genutzt wird, war in der Vergangenheit ein Ziel für terroristische Aktivitäten. Die Terroranschläge auf öffentliche Verkehrsnetze in jüngster Zeit in Mumbai (11.6.2006), London (7.7.2005), Madrid (11.3.2004) und Tokio (20.3.1995) zeigten die immense Wirkung von diesen hinsichtlich Personenschäden, erheblichen wirtschaftlichen Schäden und unvorhersehbaren politischen Folgen auf.

ÖPV-Betreiber müssen sich mit diesen Gefahren auseinandersetzen und sich im Bereich der Prävention und Gefahrenabwehr vorbereiten.

Das Verbundprojekt „RiKoV“ beschäftigt sich mit Risiken und Kosten der terroristischen Bedrohungen des schienengebundenen ÖPV und hat zum Ziel einen umfassenden, ganzheitlichen Ansatz für das Risikomanagement und die Strategische Planung in kritischen Verkehrsnetzen zu entwickeln. Dabei werden die zu untersuchenden Sicherheitsmaßnahmen sowohl unter Kosten- und Wirksamkeitsgesichtspunkten als auch in Zusammenhang auf ihre gesellschaftliche Akzeptanz betrachtet. Ferner werden im Rahmen einer rechtwissenschaftlichen Bewertung die vorgeschlagenen Sicherheitsmaßnahmen daraufhin überprüft, ob sie bei ihrer Realisierung höchsten rechtlichen Maßstäben genügen und welche juristischen Auswirkungen bei der Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen auftreten. RiKoV leistet somit einen Beitrag zu den Forschungsthemen „Sicherheitsökonomie“ und „Sicherheitsarchitektur“, die in der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über die Förderung von Forschungsvorhaben zu Sicherheitsökonomie und Sicherheitsarchitektur vom 19.11.2010 aufgeführt sind und wird vom BMBF gefördert.